Vibrationsrammen

Das Vibrationsrammen gehört zu den wichtigsten Bauverfahren im Tiefbau. Rammen ist wirtschaftlich und in den meisten Bodenarten anwendbar. Beim Rammen wird mit Hilfe eines Rammgerätes und durch Vibration das Rammgut in den Boden eingetrieben.

Je nach Bauvorhaben können Spund- und Kanaldielen, Stahlprofile und- träger, Stahlrohre, oder bei locker gelagerten, rolligen und weichen, bindigen Böden sogar Vollverdrängerprofile gerammt werden. Mit dem Rammgut werden z.B. Stützwände, Ufersicherungen, Baugrubenumschließungen oder Gründungen errichtet. Diese können einer vorübergehenden oder permanenten Sicherung oder Gründung dienen. Bei einer vorübergehenden Baumaßnahme wird das Rammgut mit dem gleichen Gerät wieder gezogen.

Bei der PRB Spezialtiefbau GmbH kommen hauptsächlich erschütterungsarme Vibratoren, die im Hochfrequenzbereich arbeiten, zum Einsatz.

Die mäklergeführten Vibratoren arbeiten oberhalb der Eigenfrequenz des Bodens, wodurch nur geringe Schwingungen erzeugt und Beeinträchtigungen im Umfeld vermieden werden. Weiterhin verfügen wir über Vibratoren mit einstellbarem statischen Moment, für einen vibrationsfreien An- und Auslauf.

Für die Durchführung kleinerer Maßnahmen verfügen wir über kompakte, leistungsstarke Vibratoren mit fester und variabler Schwingweite, für den Anbau an Hydraulik-Bagger.

Für den wirtschaftlichen und technischen Erfolg einer Vibrationsrammung ist die richtige Wahl der einzusetzenden Geräte von entscheidender Bedeutung.

Kenndaten wie z.B. Größe und Antriebsleistung des Vibrators müssen im richtigen Verhältnis zu Länge und Gewicht des Rammgutes sowie den vorherrschenden Bodenverhältnissen stehen.

Fliehkraft F [N]

Die Fliehkraft muss so groß sein, dass die Haftreibung zwischen Rammgut und Boden überwunden wird (Losbrecheffekt). Die Fliehkraft wirkt sich sehr stark auf die Reduzierung der Mantelreibung aus und ist wichtig als Stoßkraft zur Überwindung des Spitzenwiderstandes.

Schwingweite S[m]

Die Schwingweite ist zusammen mit der Fliehkraft ein Maßstab für die Rammleistung. Großer "Hub" und große "Stoßkraft" verbürgen guten Rammvortrieb.

Bei Ramm- und Zieharbeiten in bindigen Böden vermag nur eine ausreichend große Schwingweite den elastischen Verbund zwischen Rammgut und Boden abzureißen.

Beschleunigung a [m/sec2]

Die Übertragung der Beschleunigung des Rammgutes auf den umgebenen Boden bewirkt die Umlagerung des Korngerüstes, setzt die Korn- zu Kornreibung herab und reduziert die Bodenwiderstände.

Als Kennwert wird das Verhältnis zwischen Beschleunigung und Erdbeschleunigung angegeben. Der Wert kann zwischen 10 und 30 liegen.

Antriebsleistung P [kW]

Die Leistung des Antriebsaggregates muss groß genug sein, um auch in schwierigen Böden das notwendige Arbeitsmoment zur Erhaltung der Fliehkraft des Vibrators aufzubringen. Die Antriebsleistung soll pro 10 kN Fliehkraft 2 kW betragen.

Aufnahme des Rammguts an den Vibrator mit Hilfe einer Anhängekette

Rammgut aufrichten und mit der Klemmzange in Position stellen

Vibrator auf die ideale Arbeitsfrequenz fahren

Reibung im Korngerüst wird durch Beschleunigung reduziert

Boden nimmt einen"pseudoflüssigen" Zustand an

Rammgut kann statisch eingepresst werden

nach Erreichen der gewünschten

Tiefe wird die Klemmzange und

Kette gelöst